Mittwoch | 17.1.2018 15:51 | Namenstag: Nataša

Volksarchitektur

Das Territorium Záhorie ist Bestandteil des mährisch-pannonischen Kulturgebietes (Záhorie, Südmähren, Donauebene, Teil von Niederösterreich und ein großer Teil von Ungarn). Die einzelnen Elemente der Architektur waren in diesen Gebieten ähnlich. Es gab hier Grenzen des Römischen Reiches und der Kern von Großmährischen Reiches, was von der historischen Hinsicht  eine große Bedeutung in der Entwicklung der Architektur hatte. In der Vergangenheit wurde Záhorie hauptsächlich von Kroaten und Habanen aus Deutschland bewohnt. Das Kulturzentrum befand sich in Skalica.


Die Häuser sind in der Regel in die Straßenseite mit der kürzeren Seite orientiert, manchmal aber auch mit der längeren Seite, vor allem in den nördlichen Gebieten von Záhorie. Für Bauernhofe ist typisch, dass keine Scheune auf dem Hof vorhanden sind – die befinden sich hinter dem Dorf, oder es gibt nur eine größere gemeinsame Scheune (aus Holz, Ziegel oder als Kombination). Typisch für Záhorie  sind auch  abgelegene Bauenrhofe, sgn. kopanice. Nach Hinweisen sollten in Záhorie Holzhäuser in der fernen Vergangenheit gebaut wurden, aber typische Architektur von diesem Territorium ist durch mit Satteldächern und Backsteingiebeln geprägt, die manchmal durch den Einfluss des Barocks gekennzeichnet wurden, was typisch für Südmähren ist. Die Häuser waren mit  einer hellblauen  oder weißen Farbe gestrichen. Sie können auch durch einen gemauerten Eingang charakterisiert werden,  der den Eintritt schützte und hervorhob . Für den nördlichen Teil von Záhorie, besonders für Myjava-Region sind die Häuser mit dem hohen Dach.

Der Habaner Hof ist eine besondere Art von  Volksarchitektur in der Slowakei, die die deutschen Kolonisten Habanen in Záhorie brachten.
Für ihre Häuser sind Wohn-Dachgeschosse typisch, manchmal sogar bis dreistöckig. Mächtige Wände aus Lehmziegeln trugen Dachwerk mit den Fenstern. Das Dachwerk wurde für die Slowakei untypisch realisiert - der Stroh wurde gelehmt und nach der Verlegung auf den Dachstuhl wieder mit einer Lehmschicht geschmiert. Nach gewisser Zeit wurde es natürlicherweise mit dem Moos bedeckt. Der große Vorteil eines solchen Daches war seine Feuerfesttigkeit.
Ein Denkmal der Architektur von Habanen blieb in einem Naturschutzgebiet Veľké Leváre erhalten.

Freilichtmuseum Veľké Leváre
Das Freilichtmuseum der Habanen-Kultur liegt im südwestlichen Teil von Veľké Leváre. Es besteht aus 22 ursprünglichen mehrstöckigen Gebäuden, die im 17. - 19 Jhr. erbaut und rund um den ein ehemaligen viereckigen Platz organisiert wurden. Im Izer-Haus ist das Museum des Habanen-Handwerks untergebracht. Am Bach befanden sich die Mühle und die Schleiferei. Habanen hatten auch eine eigene Schule, Kapelle und Pfarre. Die Siedlung zählte zu dem Zeitpunkt mit größter Einwohnerzahl über vierzig Gebäude. Die meisten von ihnen stehen bis heute. Das heutige, obwohl altertümlich wirkendes Aussehen wird jedoch durch die Modernisierung geprägt. Das Stroh wurde durch Ziegeldächer ersetzt, die Fassaden wurden verändert. Aber obwohl die Zeit nicht einmal hier zu stoppen war, hat sich der Habanen-Hof in letzten hundert Jahren nicht zu sehr geändert.

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