Mittwoch | 17.1.2018 22:58 | Namenstag: Nataša

Sološnica

Sološnica

Die Gemeinde liegt am Füße der Kleinen Karpaten unter dem Berg Vápenná. Zum ersten Mal wird sie im Jahr 1367 erwähnt. Ähnlich wie die umliegenden Gemeinden, gehörte sie ursprünglich der Plavec- Herrschaft und später dem Adelsgeschlecht der Pálffys. Ab dem 15. bis zum 18. Jahrhundert befand sich im Kataster Sološnica die Siedlung Holínt, die die Waldarbeiter, die aus Deutschland stammten, bewohnten. In Sološnica waren in der Vergangenheit Traditionen des Kalkbrennens und der Herstellung von Holzwerkzeugen, die sich bis heute erhalten hat, verbreitet. Im 18. Jahrhundert stand hier eine Papierfabrik. Zu den Kulturdenkmälern der Gemeinde gehören das Sägewerkgebäude und die Kirche der Allerheiligen aus dem Jahr 1669. Das Gebiet in den Umgebungen der Berge Vápenná und Malá Vápenná ist ein Bestandteil des Naturschutzgebietes Roštún, mit Felsenformationen und das auch interessant durch das Vorkommen einer wichtigen Felsen- Flora und Fauna ist. Vápenná, als einer der höchsten Berge der Karpaten (752 M. ü.d.M.), ist ein beliebtes touristisches Ziel. Sie bietet einen wunderschönen Ausblick in den Osten und am Gipfel befindet sich ein kleiner Aussichtsturm. Das Gebiet der Kleinen Karpaten, das zur Sološnica anliegt, gehört zu dem Karstgebiet Plavec. Sein Bestandteil sind auch einige Höhlen (nicht der Öffentlichkeit zugänglich). Durch Sološnica führt die zyklotouristische Strecke Malokarpatská cyklomagistrála.

Warum lohnt sich Sološnica zu besuchen • Religiöses Kulturerbe

Die ursprüngliche Kirche

Die Existenz der Pfarrgemeinde mit der Kirche in Sološnica wird in kirchlichen Dokumenten (in Schriften von Peterffy) bereits im Jahre 1397 aufgeführt. Selbst damals verfügte Sološnica über ihre eigene Kirche und freute sich über das organisierte kirchliche Leben. Die ursprüngliche Kirche aus dem 14. Jahrhundert wurde dem heiligen Osvald gewidmet. Im Jahre 1570 erteilte der König das Eigentumsblatt auf die Burg und Plavecký Štvrtok-Herrschaft an Stephan Balass. Da er Protestant war, hat er in der gesamten Herrschaft, so auch in Sološnica, die neue Reformationslehre von Martin Luther eingeführt. Erst der Sohn von Melchior II .- Peter Balassa wie auch seine Mutter Mária Bakicsová konvertierten zum Katholizismus und mit ihnen auch die gesamte Herrschaft. Mit dem Jahr 1618 wird so die Pfarrgemeinde mit der Kirche in Sološnica wieder katholisch. Von der ursprünglichen Kirche ist wahrscheinlich nur eine Stein-Holz-Taufschale erhalten geblieben.

Barockkirche

Sie wird im Jahre 1699 auf den Grundmauern der alten Kirche des heiligen Osvald gebaut und allen Heiligen gewidmet. Sie war zur Zeit der priesterlichen Tätigkeit von Herrn Pfarrer František Martinkovič im barocken Stil gebaut, was die typischen Elemente innerhalb der Kirche andeuten. Man kann hier drei reich geschmückte vergoldene Altäre aus Holz bewundern: einen Hauptaltar und zwei Nebenaltäre, von denen einer der sgn. Altar der Könige ist. Er wird mit Statuen der Könige und entsprechenden Insignien augestattet. Es werden der hl. Stephan, hl. Ladislav, hl. Imrich… dargestellt. Man kann perfekt abgebildete Statuen des hl. Nikolaus, hl. Augustinus, hl. Ferdinand, hl. Klara ... finden
Ein weiteres wunderbares Kulturkleinod aus dem späten XVII. Jahrhundert ist die Taufbecke mir Statuen der Evangelisten. Die Genauigkeit und Perfektion der Handarbeit und eine Menge Gold, die erhalten blieb, sind überraschend. Neben den genannten Kostbarkeiten sind auch andere Schätze der Kirche zu erwähnen: Kreuze und Leuchter. Der Chorus steht auf zwei geschnitzten Säulen und verfügt über eine neue geschnitzte Oberfläche. Unter der hölzernen Verkleidung der großen und kleinen Chorus bleiben noch wertvolle Gemälde unentdeckt, die auf alten Fotografien zu sehen sind. Der Putz stammt von der Zeit 1880 bis 1890. Auf der Decke sind erstaunliche und seltene Abbildungen zu sehen - unter anderem des hl. Osvald, dem ursprünglich die Kirche eingeweht war, das Bilnis der Auferstehung des Herrn.... Auf der rechten Seite des Nebenausganges befindet sich der erste Grabstein, den der aufgeklärten und edlen Gattin, Frau Helene Zrini, ihr edler trauerter Gatte Herr Stephan Balassa bauen und widmen ließ. Auf der linken Seite befindet sich der zweite Grabstein, wo ein Mann in voller Rüstung mit dem Schwert in der rechten Hand als Steinmetzkunst in rotem Marmor durchgeführt ist. Die Inschrift über dem linken Arm: ( Was ) „Heute mir, morgen (geschieht ) dir“.
Unter dem linken Arm ist das Wappen des Balassa-Geschlechts zu sehen – der Bisonkopf, der Mond und ein Stern, der seinen Schwanz beissender Drachen ist Symbol für den ewigen Kreislauf des Lebens. Der Bisonkopf drückt die Stärke aus.
Dem ausgezeichneten und edlen Helden Melichar Balassi / 1514-1568 / von Ďarmot, der den Befolgungen bereit war und der Treueschwur ehrte. Das Denkmal hat der Sohn Stephan Balassi bauen lassen, der seinen Vater hoch geehrt hat. Er starb in Wien im Jahre 1568 nach dem Christus, im 9. Monat - in seinem 54 Lebensjahr. Im Jahr 2009 wurde offiziell auch die ursprüngliche Gruft der Kirche eröffnet. Es wurden die Reste von Melchior Balassa sowie Helena Zrini und vielleicht auch Reste der adligen Familie von Medňanský, die Wohltäter der Pfarrgemeinde waren, erwartet. In der Krypta wurden nur ein paar Resten, wahrscheinlich von den hier dieneden Pfarrern gefunden. Geheimnisvoll bleibt das Vorhandensein des kleinen Sarges. Die Gruft ist am Ende zugemauert, aber knüpft nicht an die Gewölbe an, was das Vorhandensein einer anderen Kammer andeuten kann.
Der gesamte Innenraum der Kirche zeigt die Größe der Glaube an Gott und Kultur, die durch Esthetik ins Herz durchdringt. Bei dem Anblick der Kirche vom Aussen kann der Besucher eine Seltenheit erblicken: eine achteckige Form des Kirchturms und einen Steinkreuz aus dem Jahr 1775.
Die Kirche ist zum nationales Denkmal erklärt.

„Das Wunder“ von Sološnica

Am 11. März 1945 hat der Bürgermeister Jozef Velšmid vor dem Gemeinderat und dem ganzen Dorf ein Gelöbnis abgelegt, nach dem - wenn das Heilige Herz unsere Gemeinde von der Zerstörung des Übergangsfront rettet - der Sonntag nach dem Fronleichnam zum Gemeindefeiertag wird und zugleich dass es zu Ehren des Heiligsten Herzens die Kapelle gebaut wird und die Einwohner von Sološnica in ihren Familien sowie in ihrem Umfeld das Heilige Herz ehren werden… Das Ereignis, dass die Gemeinde von dem Übergangsfront geschont wurde, wurde als Wunder anerkannt. Die Gemeindemitglieder haben dem Gelöbnis zugestanden und so wurde am 30. Juni 1946 die Kapelle durch den Bischof Michal Buzalka dem Heiligsten Herzen Jesu eingeweiht und als Mahnmal der Rettung im Jahr 1945 erklärt.
Bei der Einweihung der Kapelle wurden 7000 Menschen anwesend, die für das Geschenk des Lebens ihren Dank ausdrücken wollten. Sie waren sich bewusst, dass der Sieg dank des Eingriffs von Heiligsten Herzen Jesu geschah. Seit dem Jahr 1946 wird Sološnica der Wallfahrtort für die benachbarten Dörfer ( mit Ausnahme der kommunistischen Regierungszeit) und der Sonntag nach dem Fronleichnam wird zum Dorffest für die Gläubigen wie auch Ungläubigen von Sološnica. Nach der hl. Messe findet der traditionelle Umzug zur Ehre des Heiligsten Herzens durch das Dorf statt. Viele sind der Meinung, dass Sološnica der jüngste Wallfahrtsort in Záhorie-Gebiet ist.

Die Kapelle auf dem Kalvarienberg – der Friedhof

Die Kapelle auf dem Friedhof wurde im Jahr 1773 auf dem Grunde des Testaments von dem Pfarrer Michal Slávik gebaut. In der Kapelle befinden sich drei große Steinkreuze: Der gekreuzigte Kristus am Leidensholz, zwei mit genagelten Dieben. Die untere Wand des Altars unter dem Kreuz wird in den Stein gehaut: die Seelen in der brennenden Flamme des Fegefeuers. Zusätzlich sind auch zwei seitliche Statuen von Maria bei der Kreuzigung zu sehen. Bemerkenwert an der Golgotha-Skulptur kann noch eine Inschrift im alten Urslowakisch sein. Die ganze Tod-Jesus-Christus-Szene wirkt sehr sugestiv, die Statuen - obwohl aus Stein – berühren das Herz durch das tiefe Gottes Schmerz. Die Kapelle steht auf der Liste der Kulturdenkmäler.

Kapellen

Die Pfarrgemeinde Sološnica hat in ihrer Umgebung mehrere Kapellen errichten lassen. Die wichtigsten sind: die Kapelle der Jungfrau Maria auf der rechten Seite der Straße, die zum Plavecké Podhradie führt – sie wurde im Jahr 1717 unter der Priestertätigkeit des Pfarrers Pavol Perica und von den Sammlungen der Gläubigen gebaut. Bis 1914 stand hier eine hölzerne Statue der Jungfrau Maria. Da sie geschädigt wurde, hat der Pfarrer Ján Stašek eine weitere Statue der Jungfrau Maria von Soutvit in Tirol gekauft.
Die Kapelle des heiligen Vendelin, des Schutzpatrons der Tiere an der Straße nach Rohožník, wurde im Jahre 1812 erbaut.
Die Kapelle der heiligen Anna befindet sich im Dorf – das Datum ihres Entstehens ist nicht bekannt.

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